Muhammad Ali
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Wer ist Muhammad Ali?



Muhammad Ali ist ein ehemaliger US-Boxer und bis dato der Einzige, der den Titel unumstrittener Schwergewichts-Boxweltmeister dreimal in seiner Karriere gewinnen konnte. Er wurde am 17. Januar 1942 in Louisville (Kentucky, USA) unter dem Namen Cassius Marcellus Clay Junior geboren (warum er sich später Muhammad Ali nannte, erfährst Du weiter unten). Muhammad Ali gehört zu den bedeutendsten Schwergewichtsboxern und herausragendsten Sportlern des 20. Jahrhunderts. Im Jahre 1999 wurde er vom Internationalen Olympischen Komitee (IOK) zum „Sportler des Jahrhunderts“ gewählt.

Aber auch über den Sport hinaus, sorgte Muhammad Ali für Schlagzeilen: Er lehnte öffentlich den Vietnamkrieg ab, verweigerte den Wehrdienst und unterstützte in den 60ern die Emanzipationsbewegung der Afroamerikaner. Seine Kämpfe "Rumble in the Jungle" gegen George Foreman (81 Kämpfe, 76 Siege, davon 68 KO-Siege, 5 Niederlagen) und "Fight of the Century" und "Thrilla in Manila" gegen Joe Frazier (37 Kämpfe, 32 Siege, davon 27 KO-Siege, 4 Niederlagen, 1 Unentschieden) gelten heute als Klassiker unter den Schwergewichtskämpfen.


Muhammad Alis Kindheit


Muhammad Ali (Cassius Marcellus Clay Junior) wurde im Jahre 1942 als erster von zwei Söhnen geboren und wuchs in eher ärmlichen Verhältnissen auf. Seine Eltern benannten ihn nach dem Politiker Cassius Marcellus Clay, der als Gegner der Sklaverei galt. Mit dem Boxtraining begann der damals zwölfjährige im Jahre 1954 aus Wut über den Diebstahl seines Fahrrades. Dadurch erhoffte sich Muhammad Ali, den Dieb dadurch bestrafen zu können, wenn er ihn erwischte. In seiner Autobiografie aus dem Jahre 1975 (alle Biografien hier bei Amazon erhältlich), nennt er als einen weiteren Grund die Ermordung des Jugendlichen Emmett Till durch weiße Rassisten und deren späteren Freispruch in diesem Fall. Im Alter von 16 Jahren verließ er die Schule mit schlechten Noten um sich auf sein Boxtraining konzentrieren zu können.


Karrierebeginn (1960)


Innerhalb weniger Jahre nach seinem Karrierebeginn, konnte Muhammad Ali sämtliche nationalen Amateurtitel gewinnen. Bei den Olympischen Spielen im Jahre 1960 gewann er in Rom die olympische Goldmedaille im Halbschwergewicht und wurde noch im selben Jahr Profi. Seinen ersten Profikampf bestritt Ali am 29. Oktober 1960. Er musste feststellen, dass Gorgeous George, ehemaliger Wrestler, für größeres Aufsehen bei Presse und Zuschauern sorgte, als ein bescheiden auftretender Nachwuchsboxer wie Muhammad Ali. Daraufhin begann er, den Stil von George zu kopieren und der Presse von nun an immer neues Material in Form von Spottreimen über seine Gegner zu liefern wie z.B. Vorhersagen über die Runde seines KO-Sieges und ähnliche Äußerungen. Mit diesem provozierend zur Schau getragenen Selbstbewusstsein wurde Muhammad Ali aber bald tatsächlich berühmt. Doch weil seine Prophezeiungen über den Ausgang seiner Kämpfe oft zutrafen und Gegner tatsächlich in den vorhergesagten Runden zu Boden gingen, wurde Ali eine Zeitlang des Betrugs verdächtigt.


Erste Weltmeisterschaft (1964)


Im Februar 1964 bekam Muhammad Ali seinen ersten Weltmeisterschaftskampf gegen Sonny Liston (54 Kämpfe, 50 Siege, davon 39 KO-Siege, 4 Niederlagen), nachdem er zuvor Doug Jones (41 Kämpfe, 30 Siege, davon 20 KO-Siege, 10 Niederlagen, 1 Unentschieden) umstritten nach Punkten sowie Henry Cooper (55 Kämpfe, 40 Siege, davon 27 KO-Siege, 14 Niederlagen, 1 Unentschieden) durch KO besiegte. Viele Journalisten mochten Alis selbstsichere Art nicht und prophezeiten ihm eine Niederlage gegen Liston. Trotzdem gewann der mit 7:1 als Außenseiter gesetzte Ali durch eine verletzungsbedingte Aufgabe seines Gegners nach Runde 6. In tumultartigen Szenen brüllte Muhammad Ali nach dem Sieg immer wieder „I shook up the world!“ und „I am the greatest!“ in die Mikrofone. Die Bilder von ihm mit weit aufgerissenem Mund und Augen gingen um die Welt.


Neuer Name (1964)


Im selben Jahr, nach dem Kampf gegen Sonny Liston, bekannte sich Muhammad Ali öffentlich zur „Nation of Islam“ und vertrat die rassistische Black-Supremacy-Ideologie, welche eine religiöse, separatistische, afroamerikanische Organisation darstellt. Er legte seinen „Sklavennamen“, wie er sagte, ab und nannte sich fortan Muhammad Ali. 1975 bekannte er sich zum sunnitischen Islam.